Wie sich eine Figur durch Want und Need entwickelt

Buchfiguren müssen sich im Laufe ihrer Geschichte entwickeln. Sonst finde ich sie hochgradig langweilig und unrealistisch – denn kein echter Mensch tritt ein Leben lang auf der Stelle.
Für die Entwicklung meiner Figuren wende ich den kleinen feinen Trick mit Want und Need an.


Die Buchfigur hat am Anfang der Geschichte ein Want.
Das heißt, dass sie etwas erreichen oder haben will – und das um jeden Preis. Ihr ist nicht wichtig, ob es gut für sie selbst ist oder nicht. Die Figur ist der festen Ansicht, dass sie nur glücklich wird, wenn sie das Want erreicht.

Mit der Zeit stellt sich in der Geschichte aber heraus, dass das Want der Figur überhaupt nicht gut tut, dass es ihr zum Beispiel körperlich oder psychisch Schaden zufügen könnte. Doch der Figur ist das egal und sie kämpft weiter dafür, das Want zu erreichen.

Am Höhepunkt der Geschichte bekommt die Figur ihr Want. Doch sie wird entgegen ihren Erwartungen nicht glücklich mit dem Want.
Die Figur versteht, dass sie auch ein Need hat, etwas, das sie wirklich braucht, damit sie im Leben glücklich ist, etwas, das NICHT das Want ist. Das Need tut der Figur gut. Jetzt hat die Figur das Ziel, unbedingt das Need zu erreichen.

Ob die Figur am Ende ihr Need bekommt, das liegt ganz bei euch :)

Ich hoffe, euch ist jetzt ein bisschen klarer, was ich mit Want und Need meine.
Wie findet ihr den Trick?
Was wendet ihr an, um bei euren Charakteren eine Entwicklung auszulösen?

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2 Gedanken zu “Wie sich eine Figur durch Want und Need entwickelt

  1. Chrissi

    Hallo,
    wie würdest du das „Want und Need“ bei Mehrteilern anwenden? Hätte dein Hauptcharakter pro Buch ein Want und Need, oder ein zusammenfassendes,welches sich über die Bücher verteilt? Oder villeicht pro Buch ein kleineres „Want und Need“, im Verhältnis zu einem großen Want und Need, das über allen Büchern schwebt? Ja, die Frage ist ziemlich diffus ;)

    1. Hey Chrissi,
      so diffus finde ich deine Frage gar nicht :)
      Wie man das bei Mehrteilern macht, stand in dem Text leider nicht drin, aus dem ich das mit Need und Want gelernt habe, da wurde das nur innerhalb eines Romans behandelt.

      Aber ich finde die Idee, die du in deinem Kommi entwickelt hast, ziemlich plausibel :) Ein groooßes Want&Need, das die Figur innerhalb der ganzen Buchreihe hat und kleine Etappen-Needs&Wants, immer eins pro Buch – das klingt gut.

      Dabei ist es eigentlich egal, ob die Etappen-Wants&Needs direkt etwas mit dem großen Want&Need zu tun haben oder nicht, ich denke, man kann beides machen.
      Ich persönlich fände es aber schöner, wenn die kleinen Wants&Needs nichts mit dem großen Want&Need zu tun haben, denn jeder Mensch hat doch nicht nur ein Ziel, auf das er im Leben zusteuert, sondern auch noch andere, kleinere Ziele, die er schneller erfüllen kann als das große Ziel.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen, falls nicht, frag ruhig weiter nach :)

      Liebe Grüße
      Caro

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