Wie man den Plot aufbauen kann

Es gibt sehr viele verschiedene Arten, seine Geschichte aufzubauen.
Ich war am Wochenende bei einem Medienfestival in Köln und habe mich dort auf diverse Medienworkshops gestürzt. Darunter auch auf ein Drehbuch-Seminar mit dem Drehbuchautor Edgar von Cossart, der unter anderem schon für den „Tatort“ geschrieben hat.
Das, was ich dort gelernt habe, kann ich in Auszügen sehr gut auf Geschichten übertragen. Deswegen hier – tadaaah: Ein gutes Konzept für einen (meiner Meinung nach) guten Plot :)

Ich kümmere mich hier um den Plot, weil er meiner Meinung nach die Basis eurer Geschichte ist. Wenn man ihn nicht plant, dann kann das Schreiben relativ schnell im Chaos enden – das weiß ich aus Erfahrung. Irgendwann war meine erste Geschichte nur noch ein bunter Mix aus Unstimmigkeiten :) Und dass nur, weil ich zu faul und zu unerfahren war, um die Geschichte zu planen und zu strukturieren. Um euch den Fehler zu ersparen, führe ich euch jetzt in meine Plot-Aufbauweise ein.
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Zuerst mal eine kleine nette Grafik, damit ihr euch vorstellen könnt, was ich euch jetzt erzähle:

Storyaufbau #1-2
(Wenn ihr auf das Bild klickt, wird es größer)

Vorgeschichte:
Wenn es in eurer Geschichte eine Vorgeschichte gibt (wie es ja eigentlich immer ist^^), dann muss sie für die Geschichte auf jeden Fall wichtig sein und am besten noch im ersten Akt erwähnt werden.

1. Akt:
Ihr stellt den Helden eurer Geschichte vor: Wie lebt er, an welchem Ort und in welcher Zeit spielt seine Geschichte? Was hat er für einen Charakter?

Auslösendes Ereignis (AE):
Ein „Zufall“ katapultiert euren Helden aus seinem Leben (zum Beispiel ein Brief oder eine Begegnung)
=> Er zögert zuerst, den „Zufall“ anzunehmen
=> Der sogenannte „Mentor“ (die Oma, die Freundin, die Schildkröte^^) überzeugt ihn, den „Zufall“ anzunehmen
=> Eine neue Reise beginnt

Erster Plotpoint (PP1):
Ab hier muss klar sein, was der Held in der Geschichte erreichen will (sein Ziel). Es stellt sich die Frage: Wird der Held sein Ziel erreichen? Der Plotpoint 1 ist gleichzeitig ein Wendepunkt, oft dreht sich hier das Leben des Protagonisten noch mal um 180 Grad (ähnlich wie das Auslösende Ereignis es mit dem Leben des Protagonisten bereits getan hat).

Ab dem 2. Akt:
Alles, was ab jetzt passiert, muss direkt mit dem Ziel des Helden zu tun haben, ihn näher an das Ziel bringen oder aber ihn davon entfernen.
Jede kleine verdammte Zehn-Zeilen-Szene muss mit dem Ziel zusammenhängen :)

Ab dem zweiten Akt baut man Spannung auf:
Der Held ist so vielen Konflikten wie möglich ausgesetzt, die Konflikte werden von mal zu mal größer.
Dabei können es innere Konflikte (Konflikte mit sich selbst), persönliche Konflikte (Konflikte mir Freunden/Bekannten) und außerpersönliche Konflikte (Dinge, die man nicht beeinflussen kann wie zum Beispiel Gesetze) sein.

Zweiter Plotpoint (PP2):
Hier kommt die Antwort auf die Frage am Plotpoint 1. Hat der Held jetzt sein Ziel erreicht oder nicht?

3. Akt:
Hat der Held sich entwickelt? Wie lebt er jetzt? Hat er aus der Geschichte was gelernt?



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