Wie man der Ideenflaute den Kampf ansagt

Es ist nicht immer einfach, sie festzuhalten; am liebsten entgleiten sie mir gleich wieder, wenn ich sie beim Schopf gepackt habe. Wovon ich gerade so poetisch quatsche? Von den Ideen natürlich.
Sie scheinen klein und filigran wie eine schmächtige Raupe, doch wenn ich sie erst einmal habe, können sie sich zu einem schönen Schmetterling entwickeln.
Doch woher bekommt man Ideen, wenn gerade mal wieder eine Flaute herrscht?
Ich stelle euch mal eine Auswahl an Möglichkeiten vor, die mir helfen.

Im Alltag aufpassen:

Ich kann eigentlich am besten über das schreiben, was ich erlebt habe, über das, was ich sehe, höre, fühle oder schmecke. Deswegen achte ich drauf, im Alltag mit einem wachen Blick unterwegs zu sein. Alles zu registrieren, was passiert: Die Nachbarn von nebenan, die Mitstudenten auf der Uni, die Leute beim Einkaufen.
Das heißt jetzt nicht, dass ich ein Detektiv à la Sherlock Holmes sein will, nein, ich will das Leben nicht nur an mir vorbeilaufen lassen, sondern aktiv teilhaben und beobachten.

Träume:

Zugegeben, man spinnt während des Schlafens oft ziemlichen Quatsch zusammen, aber manchmal kommen doch gute Geschichten oder Anregungen dabei raus.
Versucht mal, eure Träume nicht zu vergessen. Da würde ich euch raten, neben eurem Bett immer einen Stift und einen Zettel liegen zu haben und quasi eine Art Traumtagebuch zu führen.
Wenn ich zum Beispiel aufwache, dann kann ich mich meistens noch ein paar Minuten an meinen Traum erinnern. Diese Minuten nutze ich und schreibe in Stichpunkten nieder, was ich in der Nacht geträumt habe – natürlich nur, falls ich denke, dass ich das gut in eine Geschichte einbauen kann.

Passende Umgebung suchen:

Überlegt euch: Wo will ich mal eine Geschichte spielen lassen? Zum Beispiel im Wald? Dann lohnt es sich auf jeden Fall, zum nächsten Wald zu gehen/fahren und sich von der Atmosphäre dort einfangen zu lassen.
Sucht euch einen Platz, an dem ihr euch hinsetzen könnt, schließt die Augen und lauscht. Lasst euren Gedanken einfach freien Lauf. Dann kommen die Ideen fast wie von selbst und ihr seid auch noch in der Lage, euren Schauplatz detailliert zu beschreiben, weil ihr das Gefühl des Waldes gespürt habt; weil ihr nun wisst, wie er sich anhört, wie er riecht oder wie er aussieht.
Das könnt ihr natürlich auch mit ganz anderen Orten machen. Nehmt euch einfach ein bisschen Zeit und besucht diesen Schauplatz.

Musik:

Was mir noch Inspirationen bringt, ist Musik. Wenn ich mich an den Computer setze und eins meiner Lieblingslieder anmache (momentan eher Two Steps From Hell), geschieht es oft, dass meine Finger fast von selbst schreiben. Die Musik schenkt mir ein Gefühl von Frieden, das sich in mir ausbreitet und dann schreibe ich einfach auf, was mir in den Sinn kommt. Es kann sein, dass dieses Geschreibsel mal nicht so gut klingt, dann lösche ich es einfach wieder. Aber Musik versetzt mich immer irgendwie in einen Zustand der Ruhe, bei dem ich entspannt schreiben kann. Probiert es einfach mal aus, falls ihr das nicht längst schon getan habt^^

Ideenkonferenz:

Auf Ideen stoßen kann man natürlich nicht nur alleine. Schnappt euch einen Freund oder eine Freundin, der oder die vielleicht zufällig auch Geschichten schreibt (muss aber nicht unbedingt sein; Hauptsache, euer Gegenüber hat gerade Lust, seine Vorstellungskraft mal ein bisschen anzukurbeln).
Dann veranstaltet eine Art „Ideenkonferenz“. Das könnt ihr sowohl direkt als auch übers Internet machen, ihr seid da ganz frei.
Gebt euch ein Stichwort (zum Beispiel „Die vier Elemente“) und redet über die Gedanken und Geschichtsschnipsel, die euch bei den Worten in den Kopf schießen.
Tauscht euch über eure Ideen aus, diskutiert sie und perfektioniert sie gemeinsam. Wenn ihr der Meinung seid, eure Diskussionen haben Früchte getragen, dann haltet eure Ideen auf einem Zettel fest, damit ihr sie nicht gleich wieder vergesst.

Viel Spaß beim Ideenfinden!

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